Warum läuft meine Tasse aus oder fühlt sich unbequem an?
Auslaufen
Es ist völlig normal, dass am Anfang etwas Blut daneben geht, während du dich noch an die Tasse gewöhnst. Oft bewirken kleine Anpassungen bereits einen großen Unterschied. Hier sind die häufigsten Gründe für eine undichte Tasse und wie du sie beheben kannst:
- Angespannte Muskeln: Wenn deine Beckenbodenmuskulatur angespannt ist, kann es für die Tasse schwierig sein, sich vollständig zu entfalten. Versuche, beim Einführen entspannt zu bleiben – die Hocke, das Sitzen auf der Toilette oder das Stehen mit einem angehobenen Bein können helfen. Ein wenig Wasser oder wasserbasiertes Gleitmittel kann den Vorgang ebenfalls erleichtern.
- Die Tasse hat sich nicht vollständig entfaltet: Versuche nach dem Einführen, deine Beckenbodenmuskeln kurz anzuspannen und wieder zu entspannen, damit die Tasse an ihren Platz „springt“. Du kannst auch die Basis (nicht den Stiel) greifen und sie leicht drehen oder mit einem Finger am Rand entlangfahren, um nach Falten zu suchen. Ziehe sanft am Stiel; wenn du einen Widerstand spürst, sitzt das Vakuum korrekt.
- Verstopfte Luftlöcher: Die vier kleinen Löcher unter dem Rand helfen dabei, das Vakuum zu erzeugen. Wenn diese verstopft sind, dichtet die Tasse nicht richtig ab. Um sie zu reinigen, fülle die Tasse mit warmem Wasser, bedecke die Öffnung mit deiner Handfläche und drücke die Basis zusammen, sodass das Wasser durch die Löcher herausgepresst wird.
- Positionierung und Muttermund: Achte darauf, die Tasse in einem 45-Grad-Winkel in Richtung deiner Wirbelsäule einzuführen (entsprechend der natürlichen Form des Vaginalkanals) und sie etwas tiefer als einen Tampon zu platzieren. Da sich dein Muttermund (Zervix) während des Zyklus verschieben kann, stelle sicher, dass der Rand der Tasse darunter sitzt. Du findest deinen Muttermund, indem du nach einem festeren Gewebebereich tastest (ähnlich wie die Nasenspitze).
- Restblut: Manchmal ist das, was wie ein Leck aussieht, eigentlich „Restblut“, das sich nach dem Einführen noch im Vaginalkanal befand. Versuche, nach dem Einsetzen mit einem Finger um die Basis herumzufahren, um verbleibende Spuren zu entfernen.
- Stärke der Blutung und Größe: An stärkeren Tagen musst du die Tasse eventuell einfach häufiger leeren. Es ist zudem normal, dass sich der Muttermund während des Zyklus nach oben oder unten bewegt, was eine leichte Anpassung der Position der Tasse erfordern kann.
Unbehagen
Wenn die Tasse korrekt eingesetzt ist, solltest du keinerlei Unbehagen verspüren. Es kann einige Zeit dauern, bis sich dein Körper daran gewöhnt hat. Solltest du jedoch anhaltendes Unbehagen verspüren, liegt das meist an einem der folgenden Faktoren:
- Gewöhnungsphase: Dein Körper muss sich vielleicht einfach noch an das Gefühl der Tasse gewöhnen.
- Positionierung: Dein Muttermund kann seine Position während des Zyklus verändern. Möglicherweise musst du die Tasse etwas weiter oben oder unten in einem leichten Winkel positionieren. Wenn sie zu hoch eingeführt wurde und neben dem Muttermund statt darunter sitzt, entferne die Tasse und setze sie erneut korrekt ein.
- Reizung/Kratzer: Du hast dich versehentlich beim Einführen oder Herausnehmen leicht gekratzt oder die Innenseite der Vagina gereizt.
- Stiel: Der Stiel der Tasse ragt aus der Vagina heraus oder piekst. In diesem Fall empfehlen wir, den Stiel vorsichtig zu kürzen.
- Größe: Wenn die Größe der Tasse nicht stimmt, entfaltet sie sich eventuell nicht richtig. Dies kann ein spürbares Fremdkörpergefühl oder Krämpfe verursachen, die über normale Periodenschmerzen hinausgehen.
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